Chronik

Chronik

Erstellt von Klaus Nowak, 18.03.2024

Vereinsgründung

Der Verein wurde im Jahr 1926 gegründet. Gründungsvorstand war der Hauptlehrer Hans Rebhan. Ein Verzeichnis der Namen aller 32 Gründungsmitglieder liegt vor. Es waren auch mehrere jüdische Mitbürger an der Gründung beteiligt. Vor allem tauchen Familiennamen wie Münch, Kratz, Siebenhaar, Gulden, Brehm, Dresel, Trapp, Nagengast auf, die ja in Adelsdorf sehr verbreitet waren.

Gründungslokal war der Gasthof Drei Kronen, welcher auch das Vereinslokal wurde. Geschossen wurde damals mit Zimmerstutzen. Ein altes Bienenhaus im Garten des Lokals diente als Schießstand. In den 1930er Jahren wurde der Schießbetrieb in den Saal verlegt.

Die Jahre im 2. Weltkrieg

In den Kriegsjahren ruhte jegliche Vereinstätigkeit. Beim Einmarsch der Amerikaner am 14.5.1945 wurden alle Vereinsunterlagen und Protokolle aus den Vorkriegsjahren von den Vereinsmitgliedern vernichtet. 1945 wurden alle Vereine durch die alliierten Gesetze aufgelöst. Die vorhandenen Waffen mussten an die Amerikaner übergeben werden. Der Schießsport existierte nicht mehr. Es dauerte aber nicht lange, bis man herausfand, dass man mit Luftgewehren die alliierten Gesetze umgehen konnte. Es wurden leistungsstarke Sportwaffen entwickelt und die Schützenverbände arbeiteten eine neue Wettkampfdisziplin „Luftgewehr 10m“ aus.

Die Neugründung 1951

Am 27.6.1951 traf man sich im Gasthof Drei Kronen auf Einladung von Andreas Bräun, um den Schützenverein wieder ins Leben zu rufen. Alle Mitglieder von 1945 waren auch 1951 wieder dabei. Die Wiedergründungsversammlung hatte 26 Teilnehmer. Als zukünftiger Name wurde „Hubertus“ Adelsdorf beschlossen. 1. Vorstand war Andreas Bräun, Schützenmeister Georg Siebenhaar. Die Kasse führte Andreas Hagen und Wilhelm Koch war Schriftführer.

In den folgenden Jahren wurde ein Schießstand mit 3 Ständen neben dem Saal des Drei Kronen errichtet. Die Fahnenweihe fand am 31.8.1952 statt. Schirmherr war der damalige 1. Bürgermeister Alfons Trapp. Patenverein die königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft Forchheim. Erster Schützenkönig nach der Wiedergründung war der langjährige Vorstand Franz Münch. Nach anfänglich guten sportlichen Leistungen musste der Verein einsehen, dass der Schießstand mit 3 Schießbahnen zu klein sei.

1973 entstand erstmals der Gedanke, ein eigenes Schützenhaus zu bauen. Der damalige Bürgermeister Alfons Trapp hatte für uns ein Grundstück in der oberen Bachgasse ausfindig gemacht. Im Stadium der Vorplanung erhielten wir ein Angebot vom Vereinswirt Waldemar Schmitt, er stellte uns 2 Räume im Kellergeschoß seines Hotelneubaus zur Verfügung. In der Jahreshauptversammlung am 3.1.1975 entschied sich die Mehrheit der Mitglieder auf dieses Angebot einzugehen. In dieser wichtigen Versammlung ergaben sich auch Änderungen in der Vorstandschaft. 1. Vorstand wurde nun Werner Geiselsöder, 1. Schützenmeister war Manfred Nowak, Schriftführer Leonhard Gundel und Kassier Emil Fischkal. Im gleichen Jahr entstand ein Schießstand mit 5 Bahnen und im Jahr darauf, anlässlich unseres 50jährigen Jubiläums 1976 veranstalteten wir ein großes Preisschießen. Das Jubiläum wurde mit Festzelt und Festumzug gebührend gefeiert. Leider musste uns der Vereinswirt im April 1979 wegen Eigenbedarfs die Räume kündigen.

Der Umzug in die Gaststätte Feiler und Neubau des Schützenhauses

Hier ergab sich jedoch sehr schnell eine vorübergehende Bleibe im Gasthaus Feiler, gegenüber der Drei Kronen. Wir bauten im alten Saal der Gaststätte provisorisch unseren Schießstand auf. Dieses Provisorium dauerte über 10 Jahre. Im Herbst 1988 war es dann soweit. Der damalige Bürgermeister Ewald Münch bot uns ein Grundstück gegenüber der Firma Soldan an. Und dieses passte haargenau für uns. 1989 wurde eine Mitglieder-befragung durchgeführt und 90 % sprachen sich für einen Schützenhausneubau aus. Nach dem Eintrag des Vereins in Vereinsregister wurde das Grundstück von der Gemeinde erworben. Der Architekt Reinhard Glauber aus Pinzberg erstellte den Bauplan und am 2.11.1989 erhielten wir die Baugenehmigung. Baubeginn war Ende April 1990.

Ende Juni 1991 fiel dann der erste Schuss im neuen Schützenhaus an der Höchstadter Str. 32. Wir haben 5 Stände mit 25 Metern für Faustfeuerwaffen und 8 elektronische Stände mit 10 Metern für Luftdruckwaffen. Der Schießbetrieb läuft bis heute sehr gut.

Herauszuheben ist noch unsere 75 Jahrfeier im Jahr 2001 vom 13.7. -15.7.2001. Mit großen Veranstaltungen im Bauhof und der Aischgrundhalle und natürlich einem Festumzug.

2002 bis 2021

Den Verein haben von 2002 bis 2021 Manfred Rausch und Martina Schnaiker-Glotz geführt.

2021 bis 2023

Die aktuelle Vorstandschaft sind Hans Peter Merx (1. Vorstand), Karl Krammer (2. Vorstand), Thomas Hümmer (1. Schützenmeister), Franz Rabl (2. Schützenmeister), Klaus Nowak (Schatzmeister), Olaf Schulz (Schriftführer).

2023 fand ein Vereinsumzug, im Rahmen des 100-jährigen Bestehens des SC Adelsdorf statt, bei dem auch der Schützenverein vertreten war.

Dies ein grober Überblick über den Werdegang des Vereins von 1926 bis 2023.